Nach 10 Stunden Flug von Singapur aus landen wir morgens bei nach europäischen Maßstäben sommerlichem Wetter in Auckland. Ohne große Umstände nehmen wir unser 4,5t „Haus auf Rädern“ (Janik) in Empfang und machen uns auf zu unserem ersten Campingplatz. In einem Vorort von Auckland direkt am Meer gelegen stellen wir unser Wohnmobil erstmalig ab – beim Einparken hilft Janik – und inspizieren jetzt jede Ecke unseres neuen Zuhauses. Beim Ausräumen der Koffer werden gleich die wärmsten Pullis parat gelegt, denn 24 Grad sind für uns tropenverwöhnte Urlauber geradezu winterlich. Was uns sofort überall auffällt, ist der typisch Neuseeländische Weihnachtsbaum, der im Dezember kräftig rot blühende Rata Baum.
Tags drauf nehmen wir die Fähre nach Downtown Auckland und schauen uns die Stadt an. Dabei nutzen wir den höchsten Fernsehturm der südlichsten Hemisphäre um uns einen Überblick über die Stadt und das Umland zu verschaffen. Am nächsten Tag verlassen wir die größte Stadt Neuseelands und beginnen unseren Road Trip – am Ende sind es 3.200 km in 3 Wochen und keine zwei Nächte am selben Ort.
Die Coromandel Halbinsel gibt uns einen ersten Eindruck der unberührten Natur und langen Strände. Weiter geht’s über Tauranga, einer geschäftigen Hafenstadt mit herrlichem Strand und einem Mini-Vulkan zum gemütlichen Erklimmen, nach Rotorua, einem Zentrum sowohl für die Kultur der ersten Siedler, der Maori, als auch der seismischen Aktivitäten, wie Geysire, warmen Quellen und heißen Seen. Als es bei einer traditionellen Tanzaufführung der Maori die Chance zum Mitmachen gibt, meldet sich Janik begeistert und stiehlt allen die Show mit seiner kindlichen Interpretation des Tanzes in der ersten Reihe. In einer traditionellen Schnitzwerkstatt zeigen sie die Kids so interessiert, dass sie vom Meister eine persönliche Einführung in die Schnitztechnik erhalten und am Ende sogar noch ein halb fertiges Kunstwerk mit der Auflage, es daheim zu vollenden, geschenkt bekommen.
Weiter geht’s nach Napier, einer Stadt, die in den 30er Jahren komplett von einem Erdbeben zerstört und dann einheitlich im Art Deco Stil wieder aufgebaut wurde. Die Kinder interessiert zwar mehr eine Modelleisenbahnausstellung, aber auch bei kaltem Wetter erkunden sie anschließend bei einer Schnitzeljagd die Stadt. Auf der Weiterreise zur Hauptstadt Wellington stoppen wir an einer Kiwi Aufzuchtstation und können das Nationaltier ganz nah erleben. Ausgerüstet mit Plüsch-Kiwis erkunden wir Wellington bevor wir uns am nächsten Morgen früh mit dem Camper einschiffen und die zu den stürmischsten Meeresstraßen der Welt zählende Cook Strait zur Südinsel überqueren.